Stadt-Land-Plus Zahl des Monats

Hier stellen wir Ihnen die "Stadt-Land-Plus" Zahl des Monats vor. Mit einer Sammlung an Beiträgen wollen wir die unterschiedlichen Facetten der Stadt-Land-Beziehungen beleuchten. Ein neuer Beitrag wird zum Monatsanfang veröffentlicht.

2023

Februar 2023

Über 2 Mio t CO2eq jährlich umfassen die Emissionen aus entwässerten Mooren allein im Landkreis Vorpommern-Greifswald, der damit bundesweit der Landkreis mit den höchsten Emissionen aus dieser Quelle ist in Vorpommern-Rügen sind es noch einmal mehr als 1 Mio t CO2eq.

Diese hohen Emissionen können nur durch Wiedervernässung gestoppt werde. Klimaziele für Deutschland setzen hier einen engen zeitlichen Rahmen, der nennenswerte Fortschritte zwischen 2030 und 2045 verlangt. Nach Wiedervernässung ist eine Weiterbewirtschaftung in der Landwirtschaft nur durch Betriebsumstellung auf Paludikultur möglich ist.

Gelingt es, mit Paludikultur zukünftig ca. ein Drittel der Moorflächen Vorpommerns für die Wärmeversorgung aus Nasswiesen-Biomasse zu nutzen, würden damit bis zu 1 Mio t. CO2eq weniger Emissionen aus der Landnutzung entstehen.

Geht man von ca. 4 t TM Ertrag je Hektar aus, sichern diese ca. 18 MWh Wärmeversorgung je Hektar jährlich. Damit würden die Emissionen aus der Wärmeerzeugung durch Ersatz fossiler Energieträger (z.B. 60.000 m³ Erdgas pro Jahr) um weitere 150.000 t CO2eq im Energiesektor vermindert werden. Die Wärmebereitstellung in Vorpommern allein aus nasser Nutzung der Moorflächen in Paludikultur im genannten Umfang wäre damit zu mehr als 35 % aus Paludi-Biomasse gedeckt.

So wird eine regional resiliente Absicherung der Wärmeversorgung bei gleichzeitiger Wertschöpfung für landwirtschaftliche Betriebe in einer klimagerechten Transformation der Landnutzung erreicht.

Nach mehr Daten und Informationen zu Mooren finden Sie im Mooratlas 2023.

Die Zahl des Monats Februar, hat das SLP Projekt VoCo, anlässlich des Welttags der Feuchtgebiete am 2.2.2023, aufbereitet. Nähere Informationen zum Projekt VoCo finden Sie hier. Zum Welttag der Freuchtgebiete finden Sie Informationen auf der UNEP Webpage.

Quelle: Mooratlas 2023

 

Januar 2023

Rund 6 Mrd. Euro jährliche EU-Agrarförderung, stehen Deutschland ab diesem Jahr (2023) zur Verfügung, für ein nachhaltiges und resilientes Agrar- und Ernährungssystem, sowie für attraktive ländliche Räume.

Schon im Februar 2022 hatte Deutschland den nationalen GAP-Strategieplan-Entwurf (GAP =Gemeinsame Agrarpolitik) eingereicht. Nach Korrekturen und Anpassungen ist der nationale GAP-Strategieplan, seit dem 21. November 2022 per Durchführungsbeschluss, von der Europäischen Kommission genehmigt. Damit tritt er am 1.Januar 2023 offiziell in Kraft. Dadurch besteht auch die EU-rechtliche Grundlage für die Ausgestaltung der Förderperiode 2023 – 2027.

Der Strategieplan soll eine resiliente landwirtschaftliche Produktion zur Stärkung der Ernährungssicherheit unterstützen, honoriert Umwelt- und Klimaschutzleistungen, soll den Schutz der biologischen Vielfalt fördern und zur Zukunftsfestigkeit der ländlichen Räume beitragen.

Die Verbundprojekte OLGA, WertVoll, KOPOS und VoCo forschen zur nachhaltigen Landwirtschaft und tragen zu dieser bei.

Nähere Informationen zur Mittelverteilung stellt das BMEL hier bereit. Informationen zum nationalen GAP-Strategieplan finden Sie hier.

Quelle: BMEL

2022

Dezember 2022

Rund 11,7 Millionen Hektar der insgesamt 18,09 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzten Fläche in Deutschland ist Ackerland und wird zum Anbau von Pflanzen für die Lebenssicherung genutzt.

Am Weltbodentag den 5. Dezember 2022, wird der Ackerboden im Bundesministerium für Bildung und Forschung in Berlin zum Boden des Jahres 2023 in Deutschland gekürt, um auf seine besondere Schutzwürdigkeit aufmerksam zu machen. Ackerboden ist schützenswert, da er essentiell für die Erzeugung von Nahrungs- und Futtermitteln ist. Mit der stetigen Verringerung der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche reduziert sich auch die Anbaufläche für regionale Lebensmittel: Die landwirtschaftliche Nutzfläche sank von 2016 bis 2020 um 425.000 Hektar pro Jahr. Der wichtigste Grund für die Verringerung von landwirtschaftlicher Fläche ist die Zunahme der Fläche für Siedlung und Verkehr um 243 800 Hektar im gleichen Zeitraum.

Neben den Problemen wie Verringerung der Anbaufläche und Verlust der Bodenfruchtbarkeit sind steigende Bodenpreise und diverse Hürden beim Zugang zu Ackerland insbesondere für Junglandwirte*innen in Deutschland oft ein Hemmnis für das Gelingen einer regionalen und nachhaltigen Nahrungsmittelproduktion. Das SLP-Projekt KOPOS beschäftigt sich daher mit dem Zugang zu Ackerland in Berlin-Brandenburg.

Hier finden Sie weitere Informationen über die Rolle des Bodens für die Ernährungssicherung und den Weltbodentag. Informationen zum Boden des Jahres gibt es hier.

Quellen: Fläche Ackerland: Statistisches Bundesamt, alle restlichen Zahlen: Umweltbundesamt

November 2022

40 % … der global ausgestoßenen Treibhausgase werden durch Bauen und Betreiben von Gebäuden und Infrastrukturen verursacht

Darüber hinaus entstehe etwa die Hälfte der gesamten Abfälle in den westlichen Industrieländern durch Bau und Abriss. Hinzu kommen täglich etwa 45 Hektar naturnaher Landschaft, die allein in Deutschland in Siedlungs- und Verkehrsflächen umgewandelt werden. Diese Aspekte wurden auf der 21. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung thematisiert, die das nachhaltige Bauen und Wohnen als einen Schwerpunkt behandelte.

Ansätze, wie durch nachhaltiges Bauen Ressourcen und Flächen für Gebäude und Infrastruktur eingespart werden können, werden auch in den Stadt-Land-Plus-Verbundvorhaben entwickelt, z.B. zum Recycling von Baustoffen und Bauteilen oder zur effizienten Flächennutzung durch regionale integrierte Siedlungsentwicklung, integrierte Wohnflächenkonzepte oder Strategien für gerechte Bodenpolitik. Weitere Informationen dazu finden Sie in den Beschreibungen der Stadt-Land-Plus-Themencluster und -projekte.

Quelle für die Zahl des Monats: Rat für Nachhaltige Entwicklung (2022): Ein nachhaltiges Deutschland bauen – jetzt erst recht 

Oktober 2022

156… Teilnehmende trafen sich zur Stadt-Land-Plus Statuskonferenz 2022 in Leipzig.

Am 19. und 20. September 2022 fand die Statuskonferenz der Fördermaßnahme Stadt-Land-Plus statt. Der erste Konferenztag, im historischen Ballsaal Felsenkeller, stand ganz im Zeichen des Austausches und der Vernetzung, der verschiedenen Verbundprojekte. Durch interaktive Formate wurden die Teilnehmenden zu intensiven Diskussionen angeregt, um die besten Strategien für den Verstetigungsprozess herauszuarbeiten und Unterstützungsbedarfe aufzuzeigen. Am zweiten Konferenztag wurden Exkursionen zu unterschiedlichen Fachthemen in und um Leipzig angeboten.

Weitere Informationen zur Statuskonferenz finden Sie hier.

September 2022

4 … Exkursionen in Leipziger Umland sind im Rahmen der Stadt-Land-Plus-Statuskonferenz 2022 geplant.

Die diesjährige Statuskonferenz der Fördermaßnahme Stadt-Land-Plus findet am 19. Und 20. September in Leipzig statt. Schwerpunktthema ist die Umsetzung und Verstetigung von Projektergebnissen. In einem interaktiven Format sollen die besten Strategien für den Verstetigungsprozess herausgearbeitet und Unterstützungsbedarfe aufgezeigt werden. Ein „Markt der Projekte“ lädt ein, die (Zwischen-)Ergebnisse aus den Verbundvorhaben näher kennenzulernen.

Am zweiten Konferenztag werden vier unterschiedliche Exkursionen in und um Leipzig mit einem Fokus auf Stadt-Land-Beziehungen angeboten, auf denen die vielfältigen Querverweise zu einzelnen Projekten aus Stadt-Land-Plus vertieft werden:

Exkursion 1: „Grün-Blaue Infrastruktur“
Exkursion 2: „Regionale Siedlungsflächen“
Exkursion 3: „Regionale Nahrungsmittelkreisläufe“
Exkursion 4: „Bergbaufolgelandschaften“

Weitere Informationen zur Statuskonferenz finden Sie hier.

4 … ist aber auch die Anzahl der Veranstaltungen in unserer Online-Reihe, die im Nachgang zur Statuskonferenz im November 2022 die zentralen Stadt-Land-Plus-Themen mit thematisch klar fokussierten Einzelveranstaltungen vertieft behandelt. Unter dem Motto „Aus Stadt und Land wird Plus – Themen, die Stadt und Land gemeinsam bewegen“ soll ein intensiver Austausch und Transfer von (Zwischen-)Ergebnissen in die breite (Fach-)Öffentlichkeit ermöglicht werden. Über die Online-Reihe sollen Expert*innen und Multiplikator*innen von der Bundes-, Landes- und Kommunalebene erreicht und eingebunden werden.
Jeweils dienstags von 10:00 bis 12:30 Uhr werden folgende Themen vorgestellt und diskutiert:

  • 08.11.2022: Stadtregional steuern! Mit stadtregionalen Entwicklungsprozessen Interessensausgleiche erzielen.
  • 15.11.2022: Flächen managen! Durch strategisches Flächenmanagement die Nutzungseffizienz der Flächen erhöhen.
  • 22.11.2022: Regional produzieren! Mit regionalen Produkten die nachhaltige Landnutzung fördern.
  • 29.11.2022: Kreisläufe schaffen! Durch regionale Kreislaufwirtschaft die lokale Wertschöpfung steigern.

Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen folgen in Kürze.

August 2022

16 ... Anzahl der eingereichten Beiträge für die Special Issue in „Land“.

Aus Anlass der internationalen Konferenz "Sustainable & Resilient Urban-Rural Partnerships - URP2020" (Deutsch: nachhaltigen und resilienten Stadt-Land-Partnerschaften) im November 2020 wurden 16 Beiträge in der Special Issue "Urban-Rural-Partnerships: Sustainable and Resilient" in der englischsprachigen Wissenschaftsjournal "Land" veröffentlicht. Die veröffentlichten Beiträge stellen sowohl innovative Ergebnisse von Verbundvorhaben der Fördermaßnahme Stadt-Land-Plus vor als auch Arbeiten weiterer Teilnehmender und Interessierter zur URP2020. Derzeit findet auch die Begutachtung von weiteren Beiträgen statt für die Special Issue "Urban-Rural Partnerships" in der Fachzeitschrift "Raumforschung und Raumordnung | Spatial Research and Planning". Diese Sonderausgabe wird deutsch- und englischsprachige Beiträge umfassen. Sie wurde ebenfalls im Kontext der URP2020 konzipiert.

Weitere Informationen finden Sie in einer Newsmeldung der Fördermaßnahme hier.

Juli 2022

703,4 … m2 Siedlungsfläche werden in der EU pro Einwohner in Anspruch genommen.

In der EU hat die Siedlungsfläche pro Einwohner in den letzten Jahren weiter zugenommen: Gegenüber dem Jahr 2015 ist die Siedlungsfläche pro Einwohner um 3,3 % auf 703,4 m2 im Jahr 2018 angestiegen.

Bedingt durch zahlreiche Angebote in den Bereichen Kultur, Bildung und Arbeit ist ein urbaner Lebensstil zunehmend attraktiv für Europäer. Der Anstieg der städtischen Bevölkerung geht allerdings einher mit einer höheren Flächeninanspruchnahme für Siedlungsflächen. Diese umfassen versiegelte und nicht-versiegelte Flächen, z.B. Gebäude, Industrie- und Gewerbegebiete, Infrastruktur, Parks und Sportplätze. Diese Flächen stehen dann nicht mehr für Landwirtschaft, Wald oder eine natürliche Entwicklung zur Verfügung.

Zusammen mit anderen Indikatoren wie z.B. Recyclingrate von Siedlungsabfällen, Anschlussrate an Abwasserbehandlungsanlagen, Lärm- und Feinstaubbelastung u.a. wird der Fortschritt im Bereich SDG 11 „Nachhaltige Städte und Gemeinden“ auf EU-Ebene erfasst und bewertet. Im Bericht für 2022 über Ziele für nachhaltige Entwicklung in der Europäischen Union, der im Mai von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht worden ist, werden in SDG 11 moderate Fortschritte aufgezeigt. Erhebliche Fortschritte wurden z.B. bei den SDGs 1, 7, 8 und 9 erzielt. Rückschritte wurden bei SDG 15 festgestellt.

Quelle für die Zahl des Monats:

Europäische Kommission (2022): Sustainable development in the European Union. Overview of progress towards the SDGs in an EU context. Seite 208. Verfügbar unter: https://ec.europa.eu/eurostat/documents/3217494/14665254/KS-09-22-019-EN-N.pdf/2edccd6a-c90d-e2ed-ccda-7e3419c7c271?t=1654253664613

Juni 2022

104 … Planungsregionen der Regionalplanung existierten bundesweit zum 31. Dezember 2018

Gemäß § 8 Abs. 1 Nr. 2 ROG sind die Bundesländer in Deutschland zur Aufstellung von Raumordnungsplänen für ihre Teilräume verpflichtet. Mit Ausnahme der Stadtstaaten und dem Saarland werden auf dieser Grundlage flächendeckend Planungsregionen der Regionalplanung abgegrenzt.

In etwa zwei Drittel der Länder findet eine Untergliederung in vier oder fünf Planungsregionen statt. Von den 104 Planungsregionen liegen 87 in Westdeutschland, alleine 33 davon in Niedersachsen. Drei der nordrhein-westfälischen Planungsregionen unterteilen sich in insgesamt acht Teilabschnitte mit separaten Plänen. Eine Überschreitung von Ländergrenzen erfolgt mit der Metropolregion Rhein-Neckar und der Region Donau-Iller.

Wie die Regionalplanung noch besser in die Prozesse transdisziplinärer Forschung eingebunden werden kann und welche regionalplanerischen Instrumente für die Ergebnisimplementierung besonders zielführend sein können, wird im Stadt-Land-Plus-Workshop “Regionalplanung in transdisziplinären Forschungsprojekten” am 9. Juni 2022 aufgezeigt und diskutiert. Mehr Informationen zum Workshop finden Sie hier.

Quelle für die Zahl des Monats: Zaspel-Heisters, B. & Benz, C. (2020): Wie aktuell sind
die Raumordnungspläne in Deutschland? Eine bundesweite Analyse der Landes- und Regionalpläne. BBSR-Analysen KOMPAKT 03/2020.

Derzeit ist die „Raumordnung als Anwalt des Raumes […] als Problemlöser mehr gefragt denn je“, so Guido Beermann, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg und Vorsitzender der Raumordnungsministerkonferenz. Angesichts der drängenden aktuellen und zukünftigen Herausforderungen, die sich aus den vielfältigen Flächennutzungskonflikten in Deutschland ergeben, kündigte Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen auf der 46. Ministerkonferenz für Raumordnung am 31. Mai 2022 in Potsdam eine Novelle des Raumordnungsgesetzes an. Wie der Bund die Rahmenbedingungen für die Raumordnung gemeinsam mit den Ländern verbessern möchte, erfahren Sie hier. (Quelle: Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (2022): Ministerkonferenz für Raumordnung stellt sich neu auf: Klimaschutz und Energiesicherheit im Fokus. Pressemitteilung vom 31.05.2022.)

Mai 2022

840 … Abonnent*innen sind für den Stadt-Land-Plus-Newsletter registriert

Wir freuen uns über das zunehmende Interesse am Newsletter. Zum Ende des Vorjahres betrug die Zahl der Abonnent*innen noch ca. 750.

Der Stadt-Land-Plus Newsletter wurde in 2018 konzipiert. Der Newsletter soll in erster Linie basierend auf den aktuellen Meldungen auf der Website der Fördermaßnahme des Querschnittsvorhabens über Aktivitäten und Publikationen der Verbundvorhaben sowie über Veranstaltungen aus der und für die Fördermaßnahme informieren. Neben Lesetipps wird weiterhin ein Pressespiegel von Stadt-Land-Plus in den Medien angeboten, auch um die Ausstrahlung und Wirkung der Verbundaktivitäten in die Regionen zu unterlegen.

Im Jahr 2021 sind drei Ausgaben des Newsletters erschienen:

  • Newsletter #11 - November 2021 | Alle Zeichen auf starke Region
  • Newsletter #10 - Juli 2021 | Sind Stadt und Land gleich?
  • Newsletter #9 - Mai 2021 | Zwischen Unsicherheit und Erkenntnisgewinn

Die bisherigen Ausgaben der Stadt-Land-Plus-Newsletter sind hier zu finden. Auf dieser Seite (unten) können Sie sich auch für den Newsletter anmelden, wenn Sie ihn noch nicht abonniert haben sollten. Der nächste Newsletter soll im Mai erscheinen.

Quelle für die Zahl des Monats: Zwischenbericht 2021 des Stadt-Land-Plus-Querschnittsvorhabens.

April 2022

250 ... Fußballfelder Hopfen-Anbaufläche werden umgerechnet für das gesamte in der Metropolregion Nürnberg konsumierte Bier benötigt.

Hinzu kommen weitere 25.000 Fußballfelder für die erforderliche Braugerste. Diese Ergebnisse, die im Rahmen des Forschungsprojekts „ReProLa – Regionalproduktspezifisches Landmanagement in der Metropolregion Nürnberg“ in einer zweijährigen Forschungsphase ermittelt wurden, zeigen, dass die Erzeugung regionaler Produkte und die dafür benötigten landwirtschaftlichen Flächen in engem Zusammenhang stehen).

Wie Städte, Landkreise und Gemeinden eine stärker regional verankerte, nachhaltige Ernährungswirtschaft und Landwirtschaft voranbringen können, wird auch in diesem Jahr auf dem diesjährigen STADTLANDBIO-Kongress am 27./28. Juli in Nürnberg diskutiert. Parallel dazu wird die Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel BIOFACH vom 26. - 29.07.2022 ebenfalls am Messegelände Nürnberg stattfinden.

Auch Vorhaben aus der Fördermaßnahme Stadt-Land-Plus werden auf dem STADTLANDBIO-Kongress vertreten sein: Am Mittwoch, 27.07.2022, von 13.30 bis 15.00 Uhr werden in Workshop 5 „Stadt-Land-Klima schmeckt: Praktische Beispiele zeigen den Weg zu Regionalität, mehr Geschmack und Klimaschutz“ konkrete Beispiele aus den Stadt-Land-Plus Vorhaben vorgestellt und mit dem Publikum zur Frage diskutiert: „Welche Wege zu einer regionalen Lebensmittelstrategie wollen wir beschreiten?“.

Impulse werden gegeben von den Vorhaben WERTvoll, KOPOS und VoCo. Die Moderation übernimmt Dr. Uwe Ferber (Querschnittsvorhaben Stadt-Land-Plus). Weitere Informationen zur Beteiligung von Stadt-Land-Plus finden Sie hier.

Tickets für den STADTLANDBIO-Kongress gibt es hier. Der Frühbucherrabatt gilt noch bis einschließlich 01.05.2022.

Auch im vorherigen Jahr 2021 war Stadt-Land-Plus am STADTLANDBIO-Kongress 2021 beteiligt. Im Blickfeld standen vielfältige Beispiele und Erfahrungen aus Praxis- und Forschungsprojekten von Bio-Städten, Öko-Modellregionen, Regionalinitiativen und auch Metropolregionen, und zwar europaweit. Die Stadt-Land-Plus-Vorhaben KOPOS, ReProLa und WERTvoll aus dem Cluster „Regionale Produkte“ präsentierten gute Beispiele und stellten Ergebnisse aus ihrer praxisorientierten Forschung vor. Eine Dokumentation der Beiträge aus 2021 finden Sie hier.

Quelle für die Zahl des Monats April: Metropolregion Nürnberg (2020): Regionale Bierproduktion benötigt 25.000 Fußballfelder Braugerste. Pressemitteilung vom 06.11.2020, zu finden unter https://www.metropolregionnuernberg.de/service/presse/regionale-bierproduktion-benoetigt-25000-fussballfelder-braugerste

März 2022

14,7 % ... Fläche (das entspricht 392 ha) wären in Baden-Württemberg in den Jahren 2018 bis 2020 weniger in Anspruch genommen worden, wenn die Referenz-Dichtewerte der Regionalpläne in Bebauungsplänen eingehalten worden wären.  

Zu diesen Ergebnissen kam das Siedlungsdichte-Monitoring 2018 bis 2020 der Arbeitsgemeinschaft der Regionalverbände Baden-Württemberg. Dies ist die erste systematische landesweite Auswertung der tatsächlichen Siedlungsdichte in Bebauungsplänen.

Auf Basis der ermittelten Daten kann in verschiedenen Raumstrukturen geprüft werden, welche Bruttowohndichten geschaffen wurden und inwiefern diese von den Referenz-Dichtevorgaben in den Regionalplänen abweichen. Die Referenzdichtewerte in den Regionalplänen legen Mindest-Bruttowohndichtewerte für den Wohnungsbau fest und können z.B. für die Flächennutzungsplanung verwendet werden.

Mit den untersuchten 1.416 Wohnraum-Bebauungsplänen (größer 0,3 ha) wurden im Zeitraum von 2018 bis 2020 (3 Jahre) auf 2.673 ha Fläche für 178.374 Einwohner Wohnraum geschaffen.

Quelle für die Zahl des Monats März 2022 - Arbeitsgemeinschaft der Regionalverbände Baden-Württemberg (2021): Siedlungsdichte-Monitoring 2018 bis 2020, Karlsruhe / Stuttgart. Sie können die Quelle hier in unseren Lesetipps finden.

Mehr Details zur Studie finden Sie in unserem Newsbeitrag.

Februar 2022

400.000 … Wohnungen pro Jahr sollen in Deutschland in den nächsten Jahren gebaut werden. 

Das ist das Ziel, das sich die neue Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag „Mehr Fortschritt wagen. Bündnis für Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit“ setzt.

Für diesen „Aufbruch in der Bau-, Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik“ sollen „400.000 neuen Wohnungen pro Jahr, davon 100.000 öffentlich geförderte Wohnungen“, gebaut werden. Dabei soll das „Bauen und Wohnen der Zukunft bezahlbar, klimaneutral, nachhaltig, barrierearm, innovativ und mit lebendigen öffentlichen Räumen“ gestaltet werden. Damit soll nicht nur das „Grundbedürfnis“ nach Wohnen befriedigt werden, sondern auch „so vielfältig wie die Menschen selbst“ sein.

Zu diesem Zweck möchte die Bundesregierung „die Vielfalt der Rahmenbedingungen und Wohnformen und individuellen Bedürfnisse der Menschen in ländlichen und urbanen Räumen in den Blick nehmen“ und die „finanzielle Unterstützung des Bundes für den sozialen Wohnungsbau inklusive sozialer Eigenheimförderung fortführen und die Mittel erhöhen“.

Quelle für die Zahl des Monats Februar 2022 - MEHR FORTSCHRITT WAGEN. BÜNDNIS FÜR FREIHEIT, GERECHTIGKEIT UND NACHHALTIGKEIT. Koalitionsvertrag 2021 – 2025 zwischen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD),BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN und den Freien Demokraten (FDP).

Januar 2022

50% ... mehr Zeit brauchen Menschen, die in Orten bis 5.000 Einwohner:innen wohnen als die, die in großen Städten leben für eine Reise zum Artz oder ins Krankenhaus. 

Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Studie der Zeit-Stiftung mit dem Titel "Stadt und Land: Gleichwertig, Polarisiert, Vielfältig: Eine Metastudie zu Stadt-Land Beziehungen". Die Autoren bieten eine umfängliche Literaturrecherche zum Thema "Stadt und Land" an. Für die Studie wurden mehr als 200 wissenschaftliche und politische Quellen zu unterschiedlichen Leitthemen ausgewertet.

Vor kurzem sprach der Autor Prof. Stefan Seidentop mit Katharina Heckendorf, Moderatorin der Podcast-Serie "Urban Change" von der Zeit-Stiftung, über die Ergebnisse der Studie. Wer mehr über die Studie hören möchte, findet die Aufzeichnung des Gesprächs "Wie lassen sich Stadt-Land-Unterschiede überwinden, Prof. Stefan Siedentop?" online.

Quelle für die Zahl des Monats Januar 2022 - Seidentop, S., Stroms, P. (2021): Stadt und Land: Gleichwertig, Polarisiert, Vielfältig: Eine Metastudie zu Stadt-Land Beziehungen Im Auftrag der Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius. ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Buceriu : Hamburg.

2021

Dezember 2021

52 = Hektar pro Tag (ha/d) tägliche Flächenneuinanspruchnahme in den Jahren 2016 bis 2019 für Siedlungs- und Verkehrszwecke.

Der „Verbrauch“ wertvoller Böden durch Versiegelung ist ein großes Problem. Auch das UBA Forums 2021 "Umlandstadt umweltschonend" betonte die Wichtigkeit der Reduktion der Flächenneuinanspruchnahme. Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie strebt den Rückgang des täglichen Anstiegs bis zum Jahr 2030 auf weniger als 30 Hektar an. Das Bundesumweltministerium fordert einen maximalen Anstieg von 20 Hektar pro Tag bis 2030. Es müssen zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden, damit diese Ziele erreicht werden können.

Die Verbundvorhaben der Fördermaßnahme Stadt-Land-Plus erarbeiten Strategien zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme. Dabei spielt die Analyse von Flächennutzungskonflikten und von Akteursallianzen eine wichtige Rolle. Details zu den Lösungsansätzen finden Sie sortiert nach Themen hier.

Quelle für die Zahl des Monats Dezember: https://www.umweltbundesamt.de/daten/umweltindikatoren/indikator-siedlungs-verkehrsflaeche#die-wichtigsten-fakten

 

November 2021

13 = Zuwachs der Wohnungsgröße pro Kopf in Quadratmetern zwischen 1990 (34m²) und heute (47m²)

Die Wohnfläche pro Kopf stieg in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich. Brauchen wir wirklich immer "mehr", um "besser" zu leben? In einem Stadt-Land-Plus-Workshop zu Suffizienz und Nachhaltigkeitsindikatoren am 10.11.2021 hinterfragen wir, wie wir mit weniger Ressourcenverbrauch starke Regionen ermöglichen.

Quelle für die Zahl des Monats November: Die Zeit Nr. 39, 23.9.2021, S. 11.

 

Oktober 2021

93 = Regenmenge in Liter/Quadratmeter, die zur Katastrophe an Ahr und Erft im Juli 2021 geführt hat und Anlass für den Stadt-Land-Plus Workshop "Wiederaufbauplanung und Hochwasservorsorge – Herausforderungen für Stadt und Land" ist.

Am 22. Oktober treffen sich Partner der Verbundvorhaben aus den betroffenen Kreisen, Städten und (Verbands-)Gemeinden Regionen. Einen Überblick der Events der Fördermaßnahme Stadt-Land-Plus erhalten Sie hier.

Quelle für die Zahl des Monats Oktober: https://www.tagesschau.de/inland/studie-starkregen-101.html

 

September 2021

Derzeit werden 134 Teilvorhaben in der Fördermaßnahme Stadt-Land-Plus des BMBF gefördert

Sie bilden transdisziplinäre Verbundvorhaben mit Partner*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kommunen und Gesellschaft.

Am 14.-15. September 2021 haben sie ihre erreichten Zwischen-/Ergebnisse im Rahmen der Statuskonferenz 2021 vorgestellt. Hier finden Sie in Kürze eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltung.

 

August 2021

Über 60 Prozent der Umfrageteilnehmer*innen einer Studie des Projektes VoCo in Vorpommern sind bereit, für regionale Lebensmittel einen Aufpreis von 10 % oder mehr zu zahlen.

Hier finden Sie weitere spannende Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung [Link zu weiteren Ergenissen]. VoCo möchte Wertschöpfungsketten einer nachhaltigen Landnutzung unter Berücksichtigung der Stadt-Land- Beziehungen verbessern. Wertschöpfungspotenziale werden dazu analysiert. Mit regionalen Akteuren werden Nutzungsoptionen multifunktionaler Landnutzung entwickelt und Kriterien zur Auswahl von Modellprojekten festgelegt.

Im selben Monat fand die Umfrage des Projekts OLGA zum Thema “Wie regional ist Ihr Einkauf?” statt. Das Projekt OLGA rufte dabei Bürger:innen in Dresden und Umgebung auf, mehr über die Regionalität der Produkte in Restaurants, Metzgereien, Bäckereien und auf Wochenmärkten herauszufinden. Bürgerwissenschaftler:innen haben bis 30. September 2021 kleine Interviews durchgeführt und die Antworten online erfasst. Die Informationen werden im Vorhaben berücksichtigt. Weitere Infos finden Sie hier.

 

Juli 2021

Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen sind zentrales Leitbild für nachhaltige Entwicklung auch im Stadt-Land-Kontext. Die Projekte der Fördermaßnahmen tragen mit spezifischen Ansätzen hierzu bei und adressieren unterschiedliche Dimensionen. Die Querschnittsthemen "Regionale Nachhaltigkeitsziele" und "Digitalisierung" bringen zentrale Diskussionen und Arbeiten, etwa zu Indikatoren, zusammen.

Die Nachhaltigkeitsziele wurden mit der "2030 Agenda for Sustainable Development" der Vereinten Nationen verabschiedet. Alle Staaten sind aufgefordert, sich danach auszurichten und ihre Handlungen entsprechend anzupassen. Die 17 Oberziele werden mit 169 Unterziele weiter heruntergebrochen.

Weitere Informationen zu den Nachhaltigkeitszielen finden Sie hier.