Digitalisierung – Gemeinsame Chancen für Stadt und Land ergreifen

Digitalisierung und digitale Infrastruktur werden in zunehmendem Maße alle Lebensbereiche erfassen. Dies gilt nicht zuletzt für Planungs- und Beteiligungsprozesse. Es gilt zu verhindern, dass Digitalisierung und digitale Infrastruktur Disparitäten zwischen städtischen und ländlichen Räumen verstärken. Sie sollten als Katalysatoren für mehr Gemeinsamkeit und Interessenausgleich dienen, indem sie Monitoring, Management- und Governance-Instrumente verbessern.

Zukunftsorientierte Regionen brauchen Digitalisierungsmaßnahmen, die sektorübergreifend verstanden und sinnvoll für die intelligente Vernetzung eingesetzt werden. Insgesamt ist das Schaffen gemeinsamer Informations- und Entscheidungsgrundlagen unter Berücksichtigung der Chancen und Grenzen der Digitalisierung für die regionale Entwicklung ein zentrales Querschnittsthema vieler Verbundprojekte.

Workshop Digitalisierung

Der erste Workshop Digitalisierung fand am 8. Mai 2019 im Rathaus der Stadt Dortmund (Saal Westfalia), Friedensplatz 1, 44135 Dortmund statt.

Die Veranstaltung baute auf Diskussionsergebnisse der Auftaktkonferenz Stadt-Land-Plus im November 2018 auf. Im Querschnittsworkshop „Digitalisierung“ wurde einvernehmlich festgestellt, dass Digitalisierung eine wesentliche Voraussetzung für die Bearbeitung komplexer Aufgaben (ausgeprägt beim Thema Flächenmanagement, Wohnungsbau) im interkommunalen, regionalen Verbund ist und (planerische) Entscheidungen mit digitalen Systemen sehr viel schneller, fundierter und vor allem integrativer vorbereitet werden können.

Digitalisierung und digitale Angebote eröffnen auch vielfältige Möglichkeiten, innerhalb der Region eine höhere Leistungsfähigkeit und somit Lebensqualität zu generieren. Beispiele sind Mobilitäts- und Bildungsangebote. Es gilt diese digitalen Möglichkeiten gezielt einzusetzen und für die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse zu nutzen.

Workshop-Konzept:

  • Instrumentelle Ebene: Digitalisierung als Katalysator für fundierte und effiziente Planung, Monitoring, Datenmanagement und Entscheidungsunterstützung verlangt Know-How-Austausch zu geeigneten Systemen, organisatorischen, methodischen und rechtlichen Fragen (auch Datenschutz) sowie Standardisierungsprozessen
  • Konzeptionelle Ebene: Strategische Chancen der Digitalisierung (etwa zur Raumüberwindung, integrierte Mobilität, Daseinsvorsorge) für eine nachhaltige Entwicklung verlangt Know-How-Austausch zum Beitrag von Digitalisierung zur Leistungsverbesserung in für gleichwertige Lebensbedingungen relevanten Handlungsfeldern
  • Vereinbarung zur Zusammenarbeit der Verbundvorhaben und möglichen Entwicklung gemeinsamer Produkte (z. B. Bildung einer Arbeitsgruppe der Verbundvorhaben und des Querschnittsprojekts zur Abstimmung des Wissens- und Datenmanagements in SLP; Anschieben einer gemeinsamen Publikation als Review zur strategischen Bedeutung der Digitalisierung für Stadt-Land-Beziehungen). Auch werden Forschungsbedarfe sowie der Begriff gleichwertiger Lebensverhältnisse im Kontext der Digitalisierung dargelegt.

Dokumentation der Veranstaltung

Programm (Pdf Ansicht)

Protokoll gesamt (Pdf Ansicht) und Link zum Newsbeitrag

Impulsbeiträge

SMART CITY ALLIANZ DORTMUND (Pdf Ansicht)
Michaela Bonan, Stadt Dortmund, KuDeQua (Kommunen innovativ)

DIGITALES GEWÄSSERMANAGEMENT ALS BEISPIEL (Pdf Ansicht)
Lars Stratmann, Stowasserplan GmbH & Co. KG, WERTvoll

GEO-WEBAPPLIKATIONEN UND STANDARDISIERUNG (Pdf Ansicht)
Prof. Dr. Matthias Pietsch / Matthias Henning, Hochschule Anhalt, StadtLandNavi

CLOUD SERVICES UND IT-BASIERTE ORGANISATIONSUNTERSTÜTZUNG (Pdf Ansicht)
Prof. Dr. Thomas Köhler, TU Dresden / Prof. Dr. Thomas Weith, ZALF Müncheberg; ReGerecht

KLEINRÄUMIGE PROGNOSEN ALS ENTSCHEIDUNGSBASIS (Pdf Ansicht)
Dr. Karsten Rusche, ILS Dortmund, WEBWiKo (Kommunen innovativ)

Mit Blick auf die zukünftige Arbeit zum Querschnittsthema Digitalisierung wurde sich auf ein weiteres gemeinsames Vorgehen verständigt. Weil zurzeit verschiedene Verbundvorhaben parallel an der Entwicklung einer Indikatorenbasis für Web-Lösungen arbeiten, soll versucht werden, ein gemeinsames Produkt zu entwickeln. Idee ist es eine Indikatorenbasis anbieten zu können, die zukünftig bei der Entwicklung von Web-Lösungen – auch außerhalb der Fördermaßnahme Stadt-Land-Plus – herangezogen werden kann. 

Das Querschnittsvorhaben wird dazu zunächst auf die Verbundvorhaben zukommen und anschließend in Abstimmung prüfen, wie ein weiterer Austausch zielorientiert organisiert werden kann.