PROSPER-RO entwickelt neues Entscheidungsunterstützungssystem

Nach etwa drei Jahren Entwicklungszeit steht das GIS-Entscheidungsunterstützungssystem (GIS-EUS) des Verbundvorhabens PROSPER-RO nun als WebGIS-Oberfläche den regionalen Partnern im Stadt-Umland-Raum Rostock bereit für die Anwendung in der Praxis. Um die Raumplanung in der Regiopolregion synergistischer und flächensparender zu gestalten, lassen sich mit dem GIS-EUS geplante oder szenarienhaft entworfene Landnutzungsänderungen hinsichtlich ihrer die Auswirkungen auf Infrastrukturen, sowie Ökosystemfunktionen und -leistungen bewerten.

In das EUS sind Datenbestände aus Stadt und Landkreis, sowie wasserwirtschaftlicher und kreislaufwirtschaftlicher Aufgabenträger integriert, die in der ersten Phase des Forschungsvorhabens (2018-2021) und zusammengeführt und aufbereitet wurden.

Ausschnitt des EUS-GIS Tools (Bild: J. Schilling)
Ausschnitt des EUS-GIS Tools (Bild: J. Schilling)

Diese Basisdaten lassen sich im EUS in der Startansicht nach Bedarf ein- und ausblenden. Als zentrale Funktion des EUS können neue Flächen als Planungsszenario auf der Raumebene von Flächennutzungsplänen eingezeichnet bzw. als zip-Datei hochgeladen und bewertet werden. Dazu stehen eigens entwickelte Auswertungsfunktionen bereit. Diese analysieren beispielsweise die Veränderung von Ökosystemleistungen (ÖSL) und geben diese als monetärer Indikator aus. Darüber hinaus stehen modellgestützte Kapazitätsbetrachtungen im Bereich Hochwasserschutz, sowie zu Trinkwasser, Abwasser oder Erreichbarkeitsanalysen für Wertstoffhöfe zur Verfügung. Die Ergebnisse lassen sich für die lokale Weiterverarbeitung exportieren.

Mit den entwickelten Werkzeugen startet das Projektteam nun in die zweite Projektphase (2021-2023). Das GIS-EUS wird in Verbindung mit den ÖSL-Indikatoren genutzt, um beispielhaft die künftige Abwasserentsorgung und das Niederschlagswassermanagement des Stadt-Umland-Raum zu konzipieren. Darüber hinaus werden gemeinsam mit den Partnern aus der regionalen Planungspraxis Szenarien für die Wohnraum- und Gewerbeentwicklung sowie ein „Wertstoffhofsystem der Zukunft“ entworfen.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

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