NEILA auf dem Dresdner Flächennutzungssymposium 2022

Bild: David O‘Neill

In einem mit etwa 120 Teilnehmenden gut gefüllten Steigenberger Hotel de Saxe startete am 14. Juni 2022 nach der Eröffnungsrede von Prof. Dr. Robert Knippschild (IÖR Dresden) das Dresdner Flächennutzungssymposium 2022. Schwerpunkte der Fachtagung waren Flächenpolitik, Flächenmanagement, Innenentwicklung und Potenzialflächenbewertung (Programm sowie Präsentationen finden Sie hier). Unter den Anwesenden befand sich demnach – neben weiteren SLP-Projekten wie NACHWUCHS und Interko2 – auch eine Delegation des Verbundprojekts NEILA.

Unter dem Titel „Potenzialflächenbewertung und -ranking zur nachhaltigen Entwicklung in der Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler“ referierte Alexander Stricker (Bundesstadt Bonn) über die methodische Vorgehensweise bei der Entwicklung des NEILA-Flächenbewertungssystems. Nach einer generellen Projektübersicht wurde die Operationalisierung des Kriterienkatalogs dargestellt, der teilräumliche Begabungen sowie Konfliktpotenziale zwischen verschiedenen Nutzungsarten herausstellt. Das von NEILA entwickelte Flächenranking fungiert demnach als Entscheidungshilfe bei der Entwicklung oder Nichtentwicklung von Flächen und ist Grundlage für weitere Produkte, darunter etwa Siedlungsentwicklungs- und Dichtekonzept.

Die Eignungen und Konfliktpotenziale der Flächen werden in einem webbasierten GIS (GeoNode) dargestellt und den 27 beteiligten Kommunen zur Verfügung gestellt. So können sie nebeneinander betrachtet und analysiert werden und es entsteht ein Instrument für eine realistische Flächenbilanzierung; die Kommunen erhalten auf diese Weise gleichzeitig Analysetool und Kommunikationsmittel. Herr Stricker betonte die Bedeutung zielgruppenspezifischer Darstellungsarten und einer sorgfältigen Kommunikation zwischen allen Beteiligten. Diese Transparenz ist unerlässlich für ein offenes Miteinander zwischen Wissenschaft und Praxis.

Das SLP-Projekt NEILA läuft seit September 2018 und befindet sich seit September 2021 in der Umsetzungsphase. Eines der Hauptziele des Projekts ist die Implementation eines interkommunalen Siedlungsentwicklungskonzepts sowie eines interkommunalen Nutzen-Lasten-Ausgleichssystems. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Zurück