Nachhaltige Logistikstandorte? Möglichkeiten und Grenzen

Symbolbild Lagerhalle
Symbolbild Lagerhalle (Pixabay)

Logistikzentren gelten vielen als Inbegriff von Flächenverbrauch. Umso wichtiger ist es, die benötigen Dienstleistungen so nachhaltig wie möglich aufzustellen. Das Stadt-Land-Plus Verbundvorhaben Logist.Plus setzt sich für ein nachhaltiges Flächenmanagement von Logistikzentren ein. Wissenschaftliche und praxisorientierte Partner*innen untersuchen gemeinsam neue Umsetzungswege für eine nachhaltigere Entwicklung der Branche.

Die neueste Online-Veröffentlichung des Vorhabens macht deutlich: Die Ausweisung von Gewerbeflächen ist für die Gesellschaft sehr sichtbar. Bei der Ausweisung von großen Logistik- und Lagerhallen werden Böden und Landschaften stark beeinträchtigt. Es entstehen Lärm und Emissionen während die tatsächliche Zahl neu geschaffener Arbeitsplätze gering bleibt. Megatrends wie Konsumänderungen, z. B. Onlineshopping, führen zu weiteren Bauplanungen und die Inanspruchnahme von wertvollen Böden. Diese Entwicklung läuft gegen das Ziel einen „Netto-Null-Flächenverbrauch“ bis 2050 in Deutschland zu erreichen.

Um die Wachstumsorientierung der Gesellschaft auf der einen Seite und das Netto-Null-Flächenverbrauchziel auf der anderen Seite zugleich aufzunehmen, sind neue Strategien erforderlich. Erste Lösungen werden in der Online-Publikation identifiziert: Digitalisierung für die Optimierung der Lagerbewirtschaftung, vorausschauendes Flächenmanagement, Umnutzung von bestehenden Gebäuden und bebauter Flächen, multifunktionale Flächen. Beispiele für solche Lösungen im Stadt-Land-Kontext werden mit dem Vorhaben gesammelt und präsentiert.

Strategien für die Maximierung der Ressourceneffizienz sind hilfreich, habe dennoch ihre Grenzen. Deswegen stellt die Online-Publikation zukunftsweisende Produktionswege in Aussicht. Das Vorhaben arbeitet weiter an dem Thema.

Mehr Infos finden Sie in der online-Publikation hier.

Weitere Updates aus dem Vorhaben finden Sie auf der Website des Vorhabens hier.

In Stadt-Land-Plus denken wird auch über die Wachstumsperspektive hinausgedacht. Im November findet ein Workshop zu regionaler Nachhaltigkeit und Suffizienz statt. Weitere Infos hierzu finden sie hier.

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