Nachhaltige Flächennutzung: Anspruchsgruppen im Dialog

Nachhaltige Flächennutzung im Landkreis Lüneburg

Grund und Boden sind auch im Landkreis Lüneburg heiß begehrt, je nach Region allerdings unterschiedlich. So werden Flächen für Landwirtschaft, Gewerbe, Natur und Wohnraum benötigt – Ansprüche, die oft in Konkurrenz zueinanderstehen.

Mit der Frage, welche Nutzung sich die Menschen im Landkreis Lüneburg wünschen, setzte sich eine Sonderausstellung unter dem Titel „Grund genug?“ auseinander. Die Ausstellung lief vom 03.-31.10.2021 im Biosphärium Bleckede. Besucherinnen und Besucher wurden eingeladen, tiefer in das Thema einzusteigen und sich selbst zu beteiligen. Die Ausstellung wurde im Rahmen des Leuphana-Forschungsprojektes SUSTIL ins Leben gerufen. Vorrangig Mitwirkende sind neben dem Landkreis Lüneburg die Hansestadt und der BUND Regionalverband Elbe-Heide.

„In der Ausstellung werden die Besucher ganz persönlich mitgenommen“, erklärt Frederike von der Lancken vom Fachdienst Kreisentwicklung. „Eine direkt an die Menschen gerichtete Frage ist beispielsweise, was sie mit 500 Quadratmetern Fläche machen würden.“

SUSTIL-Ausstellung im Biosphaerium Bleckede. (Bild: Schmidt, Biosphaerium Bleckede)
SUSTIL-Ausstellung im Biosphaerium Bleckede. (Bild: Schmidt, Biosphaerium Bleckede)

Spannend seien die Ergebnisse auch deshalb, weil sie in das Forschungsprojekt mit einfließen. Zusätzlich verdeutlichen Schaubilder, Grafiken und Plakate die unterschiedlichen Flächennutzungen im Landkreis Lüneburg und zeigen auf, welche künftigen Ausrichtungen möglich sind.

Ausstellungseröffnung mit Lokalpolitik, Verwaltung und Zivilgesellschaft

Die Ausstellungseröffnung am 03.10.2021 fand unter Teilnahme von Lokalpolitiker*innen, der Verwaltung und zivilgesellschaftlichen Organisationen statt. So richtete Dennis Neumann, Bürgermeister der Gemeinde Bleckede, die Grußworte an alle Teilnehmer*innen. Bei der Podiumsdiskussion kamen Vetreter*innen des SUSTIL-Projekts, des Landkreises Lüneburg, des BUND Elbe-Heide, Herr Neumann sowie Frau Johanna Nunnemann, eine Landwirtin aus Bleckede, zusammen.

Interaktive Beteiligungsformate stärken

So sind im Rahmen der SUSTIL-Ausstellung nicht nur relevante Stakeholder erstmals in einem gemeinsamen Gespräch zusammenkommen, sondern auch interessierte Bürger*innen haben Ihre Perspektiven eingebracht und sich mit dem Thema verstärkt auseinandergesetzt.

Fokus liegt auf unterschiedlichen Interessensansprüchen

Der Fokus der Ausstellung und der Eröffnungsveranstaltung liegt auf dem Austausch und Dialog zwischen den unterschiedlichen Anspruchsgruppen an die Ressource Land – ein Projektziel, welches auch in der bisherigen Projektarbeit aktiv verfolgt wurde. So wurde deutlich, welche Ansprüche verschiedene Interessensgruppen an Flächen im Landkreis Lüneburg stellen. Zudem konnte im Rahmen der Podiumsdiskussion bereits andiskutiert werden, welche mögliche Kompromisslösungen für alle Beteiligten denkbar wären, um die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) erreichen zu können. Der Interessensaustausch und die Kompromissfindung wird auch zukünftig im Projekt eine wichtige Rolle einnehmen.

Hintergrund des Vorhabens SUSTIL: Das Projekt beschäftigt sich mit einer nachhaltigen Flächennutzung im Landkreis Lüneburg. Ziel ist es, Interessenskonflikten zwischen Stadt und Land sowie der Landwirtschaft, Wirtschaft, dem Naturschutz und Wohnen zu begegnen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Vorhabens hier.

Podium der Ausstellungseröffnung (v.l.n.r.: Prof Dr. Hörisch, D. Neumann, A. Ackerschott, I. Masemann, B. Stilke, J. Nunnemann). Bild: SUSTIL
Podium der Ausstellungseröffnung (v.l.n.r.: Prof Dr. Hörisch, D. Neumann, A. Ackerschott, I. Masemann, B. Stilke, J. Nunnemann). Bild: SUSTIL

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