Die Projekt Region NEILA als Beispiel für Interkommunales Flächenmanagement

Symbolbild Siedlungsentwicklung
Symbolbild Siedlungsentwicklung.

Der Artikel Interkommunales Flächenmanagement in der Praxis Das Beispiel Bonn / Rhein-Sieg / Ahrweiler von Schmeer, Terfrüchte und Münter im Springer Handbuch Stadtregionales Flächenmanagement beschäftigt sich mit der gesellschaftlichen Herausforderung des Flächensparens und der nachhaltigen Entwicklung. Dabei wird zunächst aufgezeigt, dass eine geeignete Handlungsebene fehlt, die sich Herausforderungen annimmt, die administrative Grenzen überschreiten. Dementsprechend wird argumentiert, dass stadtregionales Flächenmanagement interkommunaler Kooperation und strategischem Handeln bedarf.

Hierbei wird strategische Planung in Kombination mit interkommunaler Zusammenarbeit als ergänzendes informelles Instrument zur formellen Regionalplanung gesehen. Ziel ist es, den abstrakten Entwicklungsrahmen des Regionalplans mit kommunalen Entwicklungskonzepten in Einklang zu bringen. Des Weiteren können so räumliche Leitvorstellungen und die Ausgestaltung der kommunalen Siedlungsentwicklung koordiniert werden.

Das Projekt NEILA nimmt eine stadtregionale Betrachtungsweise ein und agiert räumlich und institutionell zwischen der Regionalplanung und kommunaler Bauleitplanung. Es baut auf dem bestehenden Vertrauen in der Region auf und setzt auf einen kommunalen und interaktiven Lernprozess. Eine Verstetigung der Zusammenarbeit könnte durch die Implementierung von geeigneten Instrumenten zum Flächenmanagement in kommunaler Trägerschaft erfolgen. Hierbei spielt die Digitalisierung eines gemeinsamen Flächenpools sowie die systematische Bewertung von Potenzialflächen aus einer regionalen Perspektive eine zentrale Rolle. Nicht zuletzt fokussiert sich das Projekt auch auf die Erhöhung der durchschnittlichen Dichte auf neu in Anspruch genommenen Flächen nach orts- und lagetypischen Kriterien.

Somit präsentiert der Artikel NEILA als einen bottum-up umgesetzten Ansatz der strategischen Regionalplanung, der in Anbetracht z.B. der jüngsten Hochwasserkatastrophe vom Juli 2021 adaptiv und dynamisch auf die aktuellen Herausforderungen der nachhaltigen Entwicklung reagieren kann.

Den Artikel finden Sie online hier.

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