Besser Wohnen in der Perepherie? - Vortrag im Rahmen des Leipziger Geographische Kolloquium

Institut für Geographie der Universität Leipzig, Hörsaal 1, Talstraße 35

Mit einem Vortrag von Dr. Annett Steinführer (Thünen-Institut für Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen) über Wohnstandortentscheidungen für (und gegen) ländliche Räume startet das Leipziger Geographische Kolloquium ins Sommersemester 2024.

Noch in den 2010er-Jahren galten große Städte als gesellschaftliches Nonplusultra, als Wohnorte, die Aufstieg, Wohlstand und symbolisches Kapital versprachen und Jugendlichen auf dem Dorf als unbedingt erstrebenswert präsentiert wurden. Fast unbemerkt änderten sich in Deutschland nahezu zeitgleich die Binnenwanderungsmuster zugunsten ländlicher Räume, und mit der Covid-19-Pandemie wurden ländliche Wohnstandorte quasi über Nacht als attraktive Wohn- und Lebensalternative dargestellt.

Dr. Annett Steinführer thematisiert in ihrem Vortrag die Wanderungs- und Bleibegründe von Haushalten in einer Lebenslaufperspektive und beleuchtet die Bedeutung struktureller Faktoren, insbesondere des Wohnraumangebots und veränderter Wohnungsmärkte, für Wanderungsentscheidungen. Adressiert werden unter anderem folgende Fragen: Welche Gründe stehen hinter Stadt-Land-Wanderungen? Welche Rolle spielen Wohnformen jenseits des selbstgenutzten Eigenheims? Warum bleiben Menschen in ländlichen Räumen wohnen? Und nicht zuletzt: Was heißt in diesem Zusammenhang eigentlich „Peripherie“?

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